Familienaufstellung

Familienaufstellung – als Tor in die Vergangenheit

Als Familienaufsteller konzentrieren wir uns zur Zeit verstärkt auf die transgenerationale Weitergabe von Traumata, wie sie bei der Thematik Kriegskinder- Kriegsenkel oft zum tragen kommt. Wir benutzen das Werkzeug der Familienaufstellung um dem unbewussten Ängsten unserer Klienten auf die Spur zu kommen. Dabei arbeiten wir weitestgehend nach Bert Hellinger. Im Zentrum unserer Arbeit steht der immer währende Versuch, die unbekannten Ursachen dieser Ängste ins Licht und somit ins Bewusstsein zu rücken. Gerade das Familienstellen bietet hier die Möglichkeit, Erkenntnis und Auflösung individueller Probleme auch jenseits des persönlich Erlebten zu finden und somit den generativen Prozess der Traumaweitergabe zu durchbrechen.

Die Angst die ich nicht bin

Oft begegnet uns bei der Generation 40+ eine wirklich-unwirkliche Angst die keine Richtung mehr hat. Eine Angst, die sich von konkreten Erlebnissen und Geschichten losgelöst hat. Die auf etwas verweist, was sich dem eigenen Leben entzogen hat, sich versteckt und fast bist zur Unkenntlichkeit verstellt ist. Vielen Betroffenen ist gemeinsam, dass sie sich diese Angst aus ihrer eigenen Lebenswelt meist nicht hinreichend erklären können. Da einer Angst zumeist eine traumatisierende Situation vorweg geht, nenne ich diese Phänomen ein über-personales Trauma. Wie bei jedem Trauma handelt es sich in seinem Kern um ein existenziell bedrohliches und auswegloses Ereignis, welches den gewohnten Erfahrungshorizont eines Menschen übersteigt. Dabei ist es unerheblich, ob dieses Ereignis, einmalig, mehrmalig, kurz oder langanhaltend stattgefunden hat. Furcht und Entsetzen, Angst, Hilflosigkeit und Ohnmacht sind hierzu die grundlegenden Assoziationen.

Generation Angst – Angst der Generationen

Diese Art der Traumatisierung ist sozusagen „ererbt“, das heißt die traumatisierenden Ereignisse haben sich in den Leben unserer Vorfahren, unserer Eltern abgespielt. An dieser Stelle muss an die Bücher von Sabine Bode, Kriegskinder und Kriegsenkel erinnert werden. Sie hat sehr anschaulich diesen Zusammenhang an Hand vieler einzelner Lebensbiographien deutlich gemacht. Folgen wir Ihrer zentralen Aussage, dann liegt die Ursache vieler diffuser Ängste der Generation 40+ in der Traumatisierung ihrer Eltern als Teilnehmer des Krieges. Die Traumatisierung der Kriegskinder durch die Geschehnisse des Krieges wurde auf die eigenen Kinder übertragen, an die Kriegsenkel weitervererbt.